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Forschung
Aneurysmaruptur: Unterstützung von Patienten durch 3D-Druck
Das Universitätsklinikum Caen Normandy engagiert sich für die Entwicklung und Förderung paramedizinischer Forschung.
Im ständigen Bestreben, die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, entwickeln paramedizinische Teams innovative Hilfsmittel für Patienten. So auch die medizinisch-radiologischen Fachangestellten Sarah Hemery und Camille Linski,die ein dreidimensionales Schulungsprogramm für Patienten mit Hirnaneurysmen entwickelt haben.
Zwei medizinisch-radiologische Fachkräfte investieren in die Forschung
In der Neuroradiologieder MERM ( Medical Emergency Radiology Technician) nach den Ärzten einer der ersten Ansprechpartner für Patienten mit einem Hirnaneurysma. Zu seinen Aufgaben gehört es, bestmögliche Unterstützung zu leisten, indem er den Untersuchungsablauf vor dem Betreten des Operationssaals noch einmal erläutert.
Während dieser Beratung können komplexe Diagnosen und potenziell risikoreiche Behandlungen bei den Patienten Angst und Beklemmung auslösen. Aus diesem Grund entwickelten Sarah und Camille ein 3D-gedrucktes Gerät namens „Anxiflow“, mit dem sie den gesamten Ablauf dem Patienten anschaulich und verständlich erklären und so seine Ängste lindern können.
Anxiflow ist das erste MERM- das am Universitätsklinikum von GIRCI* Nordwest im Rahmen der paramedizinischen Projektausschreibung 2023 finanziert wird.
Verbesserung der Praktiken zur Steigerung der Versorgungsqualität
Der 3D-Druck der Gefäße, wodurch ein maßstabsgetreues Silikonmodell, ein sogenanntes „Strömungsmodell“, entsteht, ermöglicht eine vereinfachte, anschauliche und lehrreiche Visualisierung der Aneurysma-Pathologie. Das „Strömungsmodell“ bildet die Oberschenkelarterien ab, in denen das zu behandelnde Hirnaneurysma punktiert wird, und ermöglicht so eine Simulation der Behandlung.
Das Projekt beginnt im September 2024 mit der Bildung von zwei Gruppen: Eine Gruppe erhält klassische Erklärungen zur Operation, die andere illustrierte Erklärungen anhand des „Flow-Modells“, damit der Patient den Eingriff beobachten und ihn mit dem nötigen Wissen verstehen kann.
Ziel: Vergleich der beiden Gruppen, um festzustellen, inwieweit der Einsatz dieser innovativen Unterstützung die Angst der Patienten verringert und zur Verbesserung der Versorgungsqualität und des Patientenmanagements beiträgt.
Das „Flow-Modell“ wurde mit Hilfe von Dr. Emmanuel Micault, einem HNO-mit einer Leidenschaft für chirurgischen 3D-Druck, im Rahmen der Forschungsplattform des Universitätsklinikums Caen Normandie, wo ein Bereich speziell für den 3D-Druck entwickelt wird, und Dr. Charlotte Barbier, einer Neuroradiologin mit Spezialisierung auf interventionelle Bildgebung.
* Interregionale Gruppe für klinische Forschung und Innovation
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