Medizinisch-psychologisches Aufnahmezentrum
Das Medizinisch-Psychologische Aufnahmezentrum ( CAMP ) ist eine ambulante psychiatrische Einrichtung, die dem Esquirol-Zentrum des Universitätsklinikums Caen Normandie angegliedert ist. Es umfasst ein Medizinisch-Psychologisches Zentrum (CMP) und eine Tagesklinik ( HDJ ), die auch als Psychosoziales Rehabilitationszentrum ( RPS ) bekannt ist.
-
Aktivitäten und Unterstützung
CAMP- MissionenDas Psychiatrische Versorgungszentrum (CMP), eine Einrichtung zur Aufnahme und Koordination psychiatrischer Patienten, besteht aus einem multidisziplinären Team mit Aufgaben in den Bereichen Prävention , Diagnostik , ambulante Behandlung und häusliche Intervention . Das CMP Hérouville Saint-Clair, die zentrale Anlaufstelle für ambulante psychiatrische Versorgung im Raum Caen Nord, entwickelt in Zusammenarbeit mit allen anderen Bereichen ein breites Spektrum an Interventionen und gewährleistet so den Zugang und die Kontinuität der Behandlung.
Die Tagesklinik (HDJ) ergänzt das Zentrum für psychische Gesundheit (CMP) und bietet und/oder Gruppenbetreuung sowie Programme zur therapeutischen Patientenschulung (PTE) Genesung der Betroffenen abzielen. Durch therapeutische Mediationsworkshops und psychoedukative Aktivitäten sollen die Autonomie der Betroffenen gestärkt, Stigmatisierung abgebaut und die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen verbessert werden, indem sie bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft unterstützt werden.
Zusammen bilden das CMP und das HDJ eine integrierte, nutzerzentrierte Struktur, die eine umfassende Betreuung von der ersten Beurteilung bis zur psychosozialen Rehabilitation bietet und so den verschiedenen Bedürfnissen der Betroffenen gerecht wird, um deren Genesungsweg zu unterstützen.
Angebotene Unterstützungsleistungen- Interviews (Krankenschwestern, Ärzte…)
- Individueller Pflegeplan
- Auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Beurteilungen (sozial, neuropsychologisch, ergotherapeutisch)
- Module für therapeutische Bildung und Psychoedukation
- Für Benutzer (Insight, Symptom Management, PRACS…)
- Für Angehörige (Profamille-Programm, BREF)
- Therapeutische Vermittlung
- Kognitive Rehabilitation
- Hausbesuche und/oder Besuche im Wohnumfeld der Person
- Zwei therapeutische Wohneinheiten
-
Definitionen
Psychosoziale Rehabilitation„Der Begriff ‚psychosoziale Rehabilitation‘ bezeichnet eine Reihe von Prozessen, die darauf abzielen, Menschen mit psychischen Erkrankungen bei ihrer Genesung zu helfen, d. h. einen zufriedenstellenden Lebensstandard und eine ihren Erwartungen entsprechende Anpassung zu erreichen.“
Quelle: Rehabilitationszentrum
Erholung„Genesung bezeichnet einen schrittweisen Prozess, der darauf abzielt, das Wohlbefinden wiederzuerlangen, um die Fähigkeit zur Entscheidungsfindung und die Handlungsfreiheit zurückzugewinnen. […] Dieser Prozess ermöglicht es dem Einzelnen, zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Lebens beizutragen und seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, indem er ein auf ihn zugeschnittenes Projekt entwickelt. […] Er bietet auch die Möglichkeit, den Status einer psychisch kranken Person abzulegen und sich selbst wieder als Mensch unter vielen anderen zu sehen. […]“
Definition, vorgeschlagen vom SUR-CL3R-Benutzerkomitee
Therapeutische Pädagogik, Psychoedukation„ Psychoedukation ist ein Prozess, der es einer Person ermöglicht, Informationen und ein Verständnis über die Krankheit durch Lernen zu erlangen, wodurch bestimmte Verhaltensweisen und/oder Vorstellungen verändert werden können.“
Psychoedukation hilft dabei zu verstehen, wie die Krankheit entsteht, woraus sie besteht, was ihre Symptome sind und welche Behandlungen es gibt und welche Ziele diese verfolgen.
Es ist für die betroffene Person und deren Angehörige bestimmt
-
Das ETAPS-Programm
Was ist das ETAPS-Programm?ETAPS (Therapeutic Education and Practical Acquisitions in Schizophrenia) ist ein Patienten-Therapeutisches-Schulungsprogramm ( PTE ) für Menschen, die von Schizophrenie betroffen sind.
Das Programm gliedert sich in vier psychoedukative Module (Einsicht, Symptommanagement, PRACS, Profamille), die individuell auf Grundlage der gemeinsamen pädagogischen Bedarfsanalyse (BEP) ermittelten Bedürfnisse angeboten werden. Diese Unterstützung ergänzt die angebotene Behandlung und ist in diese integriert.
Was ist die gemeinsame Bildungsbewertung?Eine gemeinsame pädagogische Beurteilung (Shared Educational Assessment, SEA), auch pädagogische Diagnose genannt, basiert auf dem Ausdruck der Krankheitserfahrung, dem Verständnis des Gesundheitsverhaltens und der Sammlung nützlicher Informationen.
Es ermöglicht die Identifizierung personalisierter Ziele und Fähigkeiten , die beim Patienten entwickelt werden sollen, um einen für den Patienten sinnvollen Bildungs- und Unterstützungsansatz anzubieten.
Welche Module werden angeboten?des Moduls „Einblick“
: Bewusstsein und Wissen über die Krankheit und ihre Behandlungsmethoden.Das Modul „Symptommanagement“
behandelt Themen wie: das Verständnis der Krankheit, Behandlungen, Rückfälle und deren Warnzeichen, das Erkennen anhaltender Krankheitssymptome und die Entwicklung von Strategien zum Umgang damit.Das Modul „PRACS: Programm zur Stärkung sozialer Fähigkeiten und Kompetenzen“ behandelt
folgende Themen: Geldmanagement, Zeitmanagement, Kommunikation mit der Umwelt, Verbesserung der Präsentationsfähigkeiten, Selbstfürsorge und Emotionsmanagement.Das Modul „Profamille“, das ausschließlich für Ihre Angehörigen gedacht ist, behandelt
Themen wie: ein besseres Verständnis von Schizophrenie, die Verbesserung der Kommunikation mit Ihrem Angehörigen, das Setzen von Grenzen und den Aufbau eines Netzwerks und von Ressourcen für die langfristige Bewältigung.